Von weinenden Puffmuttern

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3 Wochen Spanien liegen hinter mir. Was für eine Zeit. Nicht nur das ich bei 32°C am Mittelmeer gelegen habe, nein ich habe auch noch die Party des Jahres gehabt, denn zu der Zeit stiegen die so genannten Las Fallas, ein valencianisches Volksfest um den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen. Knapp eine Woche lang war die Stadt in heller Aufruhr, denn es wurden tagtäglich Masclettas, sehr laute Knallfeuerwerke, veranstaltet. Morgens wurden wir pünktlich um 8 Uhr mit einem Feuerwerk und einer vorüberziehenden Blaskapelle geweckt. In den letzten 4 Tagen fand Abends ein gigantisches, 20 minütiges Feuerwerk statt. Am vorletzten Tag der Fallas (sprich Fajas) wurde eine Parade veranstaltet, der einem Kölner Karnevalszug in nichts nachstand.

Am endgültig letzten Tag wurden haushohe, hölzerne Figuren angezündet und verbrannt. Dies entstand aus einer alten Tradition, nachdem die meist gehassten Nachbarn durch Holzfiguren karikiert wurden. Mit der Zeit wurde es dann politischer und es wurden bekannte Politiker veräppelt. Heutzutage ist es ein bunter Mix aus allem, und es wurden politisches mit fiktivem zusammen gewürfelt. Märchen, berühmte Personen, Fabelwesen aber auch lokale Themen wurden karikiert. 7 Tage lang vibrierte die Stadt und die Menschen waren sehr ausgelassen. Es wurde auf den Straßen getanzt, Grillfeste wurden unter dem wolkenlosen Himmel veranstaltet.

Wir waren auch im L´oceano Grafico, einem Unterwasserzoo. Sehr toll gemacht. Auch wenn mir die Delphine und die kleineren Wale sehr Leid tun. Solche Tiere sollten einfach nicht in solch (verhältnismäßig) kleinen Becken gehalten werden. Man kann wirklich sagen das ich diese 3 Wochen sehr genossen habe. Leider sind sie, wie alles was sehr viel Spaß macht, viel zu schnell verstrichen. Wir haben in Valencia Bekanntschaft mit einem Düsseldorfer Dönermann gemacht, haben Flos Nachbarin, einer vermeintlichen Puffmutter mit Whiskystimme und rosa Leggins, beim Weinen auf dem Balkon zugesehen, einer englischen Austauschstudentin mit einem Saufspiel (Mäxchen) unter den Tisch gesoffen, haben super leckere Paella gegessen bei den Eltern von Flos Mitbewohner Emilio, haben eine Torte erfunden, und sonst einfach eine tolle Zeit gehabt. The time of my life.

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